Bei gleicher Bevölkerungszahl produziert Indien sechsmal weniger Fahrzeuge als China
China und Indien sind laut der jüngsten Volkszählung mit jeweils über 1,3 Milliarden Einwohnern die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Ihre Fahrzeugflotten unterscheiden sich jedoch stark: China verfügt über 348 Millionen Fahrzeuge, also 258 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner (halb so viel wie in Europa oder den USA), während Indien mit 54 Millionen Fahrzeugen nur 42 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner hat (sechsmal weniger als China). Diese Situation spiegelt erhebliche Unterschiede hinsichtlich gesellschaftlicher Entscheidungen, Kaufkraft und Fahrzeuginfrastruktur wider.
 
Im vergangenen Jahr produzierte China 31 Millionen Fahrzeuge (Pkw + Nfz), während Indien knapp über 5 Millionen produzierte, hauptsächlich für den lokalen Markt. Die Differenz zwischen den beiden Ländern (Anzahl der in China produzierten Fahrzeuge geteilt durch die Anzahl der in Indien produzierten Fahrzeuge) betrug 2005 3:1 (China = 3, Indien = 1) und vergrößerte sich 2020 auf 8,5:1. Seitdem hat sich diese Differenz jedoch schrittweise auf 6:1 verringert.
 
Chinas Entwicklungspläne, der wachsende Wohlstand der Mittelschicht und Infrastrukturverbesserungen – insbesondere seit 2005 – haben zum Anstieg der Motorisierung des Landes beigetragen, während dieser Trend in Indien deutlich langsamer verlief. Es ist klar, dass Indien in den kommenden Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, Schwierigkeiten haben wird, China einzuholen. Ein Verhältnis von 3:1 wäre für Indien ein spektakulärer Erfolg.
 
Darüber hinaus hat China eine Beschleunigungsstrategie für Elektrifizierung und künstliche Intelligenz im Automobilsektor entwickelt, während Indien sich noch in der Anfangsphase befindet. Hinzu kommt, dass China ein Fahrzeugmarkt des C/D-Segments ist, während Indien eher ein Fahrzeugmarkt des A/B-Segments ist.
 
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