Eine Spaltung innerhalb der Stellantis-Gruppe ist eine mögliche Hypothese
- Der frühere Stellantis-CEO Carlos Tavares äußerte Bedenken hinsichtlich des Gleichgewichts zwischen den drei Säulen des Automobilherstellers, der 14 verschiedene Marken umfasst: Frankreich (ehemals PSA-Gruppe = Peugeot-Citroën-DS-Opel-Vauxhall), Italien (ehemals Fiat-Gruppe = Fiat- Abarth -Alfa Romeo, Lancia, Maserati) und die Vereinigten Staaten (ehemals Chrysler-Gruppe = Chrysler, Dodge, Jeep, Ram). Dieses Gleichgewicht könnte geschwächt werden, wenn die internen Spannungen zwischen diesen drei Säulen nicht besser bewältigt werden.
- Tavares betont, dass das Überleben des Konzerns in seiner jetzigen Form von der ständigen Wahrung seiner Einheit abhängt, um zu verhindern, dass er gleichzeitig in verschiedene Richtungen gezogen wird. Andernfalls prognostiziert er eine Spaltung zwischen den europäischen und amerikanischen Zweigen, was einer Wiederauferstehung des Chrysler-Konzerns gleichkäme, des ehemaligen drittgrößten Automobilherstellers der „Big Three“. Dies würde es jedem Bereich ermöglichen, sich wieder auf seinen jeweiligen Markt zu konzentrieren, ähnlich wie es General Motors und Ford derzeit tun.
- Es heißt, dass heute die amerikanische Sparte (Chrysler, Dodge, Jeep, Ram) das wichtigste Profitcenter der Stellantis-Gruppe sei. Die Diversifizierung des Konzerns sei zwar eine Stärke, führe aber auch zu Management- und Kulturkonflikten, insbesondere bei divergierenden nationalen Interessen. Der derzeitige CEO, Antonio Filosa , kündigte Investitionen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar in den USA an, ohne jedoch Investitionen in Europa zu erwähnen, was in Europa Besorgnis auslöst. Inovev hält eine Aufspaltung der Stellantis-Gruppe weiterhin für möglich, wie sie in der Vergangenheit bereits bei DaimlerChrysler oder BMW-Rover stattfand.
