Malaysia produziert jährlich zwischen 700.000 und 800.000 leichte Nutzfahrzeuge
- Malaysia ist ein südostasiatisches Land mit fast 35 Millionen Einwohnern. Die malaysische Automobilindustrie blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1967 reicht. Ford hatte jedoch bereits 1926 ein Automobilwerk in Singapur eröffnet, als Singapur noch zu Malaysia gehörte. Anfänglich von ausländischen Marken dominiert, etablierte die malaysische Automobilindustrie 1983 (Proton) und 1993 (Perodua) eigene nationale Marken. Proton produziert Mittelklassewagen, Perodua Kleinwagen (darunter auch japanische Daihatsu-Modelle). Proton wurde 2017 vom chinesischen Unternehmen Geely übernommen, das einen Anteil von 49,9 % erwarb. Die restlichen 50,1 % befinden sich in malaysischen Besitzungen.
- Die malaysische Fahrzeugproduktion stagnierte lange Zeit (insbesondere zwischen 2005 und 2021) bei 500.000 bis 600.000 Fahrzeugen pro Jahr. Seit 2022 produziert Malaysia jedoch jährlich zwischen 700.000 und 800.000 Fahrzeuge (dank der Erholung nach der Covid-Pandemie), wobei fast 50 % unter der Marke Perodua und 20 % unter der Marke Proton gefertigt werden. Ausländische Hersteller decken weiterhin 31 % der nationalen Produktion ab, wobei die japanischen Unternehmen Toyota (13 % der Produktion) und Honda (10 % der Produktion) führend sind. Chinesische Hersteller beginnen, sich auf dem malaysischen Markt zu etablieren, wobei Chery eine führende Rolle einnimmt.
- Der malaysische Automobilmarkt befindet sich praktisch auf dem gleichen Niveau wie die Produktion. Das bedeutet, dass Malaysia nur wenige Fahrzeuge exportiert (rund 100.000 pro Jahr) und auch nur wenige importiert (rund 50.000 pro Jahr). Die Motorisierungsrate von 580 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner zählt zu den höchsten in Südostasien. Der Fahrzeugbestand wird auf etwas über 20 Millionen Pkw geschätzt.
