Das südafrikanische Nissan-Werk wird von Chery übernommen
Der japanische Automobilhersteller Nissan kündigte kürzlich an, einige seiner unterausgelasteten Montagewerke Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen – entweder durch Verkauf oder Leasing. So wurde beispielsweise das Nissan-Werk in Barcelona, Spanien, vom chinesischen Unternehmen Chery übernommen, um dort einige seiner Modelle für den europäischen Markt zu montieren. Nun hat Chery kürzlich ein weiteres Nissan-Werk erworben: das Werk in Rosslyn, Südafrika. Dort wurde rund zwanzig Jahre lang der Nissan Navara Pickup für den afrikanischen Markt produziert (Mittelklasse-Pickups sind auf diesem Kontinent sehr gefragt). Die Produktionsmenge lag zwischen 10.000 und 20.000 Einheiten pro Jahr, wobei das Modell 2018 mit 39.000 produzierten Einheiten einen Produktionshöhepunkt erreichte. 2025 ging die Produktion wieder auf 10.000 Einheiten zurück.
 
Für Nissan ist dieses Werk zwar nicht von überragender Bedeutung, für Chery hingegen stellt es den ersten Produktionsstandort in Afrika dar, der in der Lage ist, ganz Afrika zu beliefern, ohne hohen Zöllen unterworfen zu sein.
 
Südafrika profitiert von qualifizierten Arbeitskräften und einer modernen Logistikinfrastruktur. Darüber hinaus bietet die südafrikanische Regierung Automobilherstellern, die lokal produzieren, erhebliche Steueranreize.
 
Geely, der drittgrößte chinesische Automobilhersteller nach Produktionsvolumen, kann durch diese Übernahme sein Image als globaler Automobilhersteller festigen und sich auf den massiven Markteintritt seiner Elektrofahrzeuge vorbereiten. Südafrika ist bestrebt, solche Investitionen anzuziehen, um seine Automobilindustrie zu modernisieren. Welche Chery-Modelle im Werk Rosslyn produziert werden, ist derzeit noch unklar.
 
Inovev-Plattformen  >
Noch nicht registriert ?
>>> Anmeldung <<<
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok