Das Projekt eines Audi-Werks in den USA wurde verschoben
Audi (eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns) hat Berichten zufolge seine Pläne zum Bau eines Montagewerks in den USA verschoben. Das im vergangenen Jahr angekündigte Projekt war eine Reaktion auf die neuen Zölle der US-Regierung auf aus Europa, Mexiko und Kanada importierte Autos.
 
Im Gegensatz zu BMW und Mercedes, die bereits über Montagewerke in den Vereinigten Staaten verfügen, um ihre dort verkauften SUVs (BMW X3, X4, X5, X6, X7, XM sowie Mercedes GLB, GLE, GLE Coupé, GLS) zu produzieren, muss Audi seine SUVs Q3, Q4, Q6, Q7 und Q8 vom europäischen Kontinent und den Q5 aus Mexiko imporieren.
 
Es ist klar, dass Audi SUVs aufgrund der neuen Zölle auf aus Europa oder Mexiko importierte Fahrzeuge in den USA im Vergleich zu BMW und Mercedes SUVs, die aufgrund ihrer lokalen Produktion nicht zollpflichtig sind, nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
 
Zur Begründung der Projektverschiebung führt Audi die Unmöglichkeit der Finanzierung dieser bedeutenden Zusatzinvestition an. Grund dafür sei die sich verschlechternde Lage des Automobilherstellers in den USA, die insbesondere auf die neuen Zölle zurückzuführen sei. Diese hätten Audis Absatz und damit auch Umsatz und Gewinn in den USA geschmälert. Doch auch die Instabilität der Maßnahmen der amerikanischen Regierung könnte sich auf dieses Werksprojekt auswirken: Werden die neuen Zölle bestehen bleiben (siehe Gerichtsurteile, die diese anfechten)? Wenn ja, in welcher Höhe?
 
In jedem Fall war der Zeitpunkt für den Bau eines Audi-Werks in den USA möglicherweise nicht optimal, da Volkswagen derzeit in South Carolina ein Montagewerk für seine Tochtergesellschaft Scout Motors im Wert von zwei Milliarden Dollar errichtet.
 
Inovev-Plattformen  >
Noch nicht registriert ?
>>> Anmeldung <<<
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok