BYDs ungarisches Werk bringt seine ersten Modelle auf den Markt
- BYDs ungarisches Montagewerk in Szeged hat die ersten Modelle vom Band rollen lassen: den Dolphin Surf (A-Segment) und den Atto 2 (B-Segment). Das Werk, das ursprünglich für 150.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt ist und bis 2030 auf 300.000 Fahrzeuge jährlich gesteigert werden soll, ist nicht nur BYDs erste europäische Produktionsstätte für Leichtfahrzeuge, sondern auch das erste europäische Großwerk eines chinesischen Automobilherstellers.
- BYD, ein weltweit führender Hersteller von batterieelektrischen Fahrzeugen, hat Ungarn als Standort für sein erstes europäisches Automobilmontagewerk gewählt (das Unternehmen betreibt dort bereits ein Werk für Elektrobusse). Diese Entscheidung ist Teil einer Expansionsstrategie zur Stärkung der Präsenz auf einem europäischen Markt, der sich in einem tiefgreifenden Energiewandel befindet, aber gleichzeitig hart umkämpft und stark reguliert ist. Zudem ermöglicht dies BYD, Zölle auf aus China importierte Elektrofahrzeuge zu vermeiden und die Logistikkosten durch die Produktion in Marktnähe zu senken.
- BYD verkaufte 2025 in Europa (30 Länder: EU + Großbritannien + Schweiz + Norwegen) 187.657 Fahrzeuge, verglichen mit 60.004 im Jahr 2024, 17.398 im Jahr 2023 und 4.038 im Jahr 2022. BYD bietet derzeit rund zehn Modelle in Europa an und verzeichnet ein starkes Wachstum auf dem Kontinent. Die lokale Produktion wird diese Entwicklung weiter beschleunigen. Mit dem Produktionshochlauf im Werk wird BYD dort auch weitere Modelle montieren. Die Eröffnung des BYD-Werks in Ungarn ist ein wichtiger strategischer Schritt für den Automobilhersteller und die europäische Automobilindustrie. Bis 2030 könnte dieses Werk die Elektromobilität in Europa grundlegend verändern und Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und lokale Produktionskapazitäten stärken. Ungarn wiederum kann sich als wichtiger Akteur in der Elektromobilität der Zukunft etablieren.
