Die Produktion des Polestar 3 wird von China in die USA verlagert
Der schwedische Automobilhersteller Volvo Cars – eine Tochtergesellschaft des chinesischen Geely-Konzerns – hat sich kürzlich eine 20-prozentige Beteiligung an Polestar gesichert, einer Premiummarke, die ursprünglich zu Volvo gehörte, aber nach der Übernahme von Volvo durch Geely im Jahr 2010 unabhängig wurde und sich gleichzeitig auf Elektrofahrzeuge konzentrierte. Dies deutet darauf hin, dass Volvo schrittweise wieder mehr Einfluss bei Polestar gewinnt. Die erste wahrscheinliche Folge ist die Verlagerung der Produktion des Modells Polestar 3 von einem chinesischen Werk in das nordamerikanische Volvo-Werk in Charleston, wo derzeit der große elektrische SUV EX90 gefertigt wird und noch Kapazitäten weitgehend nicht ausgelastet sind. Dieser Schritt ermöglicht es Polestar, die Zölle auf in den USA verkaufte Fahrzeuge aus China zu umgehen.
 
Auch in Europa wird die Marke Polestar ihre Fahrzeuge produzieren (in einem Werk in der Slowakei in Košice), um die Zölle zu umgehen, die auf in Europa verkaufte Fahrzeuge aus China erhoben werden.
 
Außerdem wird bekannt, dass Volvo künftig den Import der Lynk&Co-Modelle nach Europa übernehmen wird, die bisher ausschließlich im Abonnement erhältlich waren (die Marke Lynk&Co gehört ebenfalls zur Geely-Gruppe) – ein System, das offenbar nicht zur vollsten Zufriedenheit funktioniert hat.
 
Polestar, das laut Geely-Gruppe bis 2025 in China fast 50.000 Fahrzeuge produzierte (davon wurden 47.500 nach Europa exportiert), nutzte die Gelegenheit, Pläne für die Einführung von vier neuen Modellen bis 2028 (darunter der kommende Polestar 5 und Polestar 7) anzukündigen, um seine internationalen Verkäufe auszubauen. Erwähnenswert ist, dass Polestar im vergangenen Jahr auch 8.200 Fahrzeuge (Polestar 3) in den USA produzierte, von denen 7.200 im Inland und rund 1.000 in Kanada verkauft wurden.
 
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