China könnte Subventionen für Automobilhersteller reduzieren oder ganz abschaffen
Das 4. Plenum des 20. zentralen Komitees der Kommunistischen Partei Chinas hat die Vorschläge des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas zur Vorbereitung des 15. Fünfjahresplans für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Plan 2026–2030) angenommen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger (14. Fünfjahresplan – 2025–2030) werden in diesem Plan jedoch keine neuen Energiefahrzeuge (NEVs, einschließlich batterieelektrischer Fahrzeuge) mehr erwähnt.
 
China-Experten haben daraus geschlossen, dass eine Folge die schrittweise Reduzierung oder gar die Abschaffung der massiven Subventionen sein könnte, die diesen Sektor bisher gestützt haben. Diese Haltung der chinesischen Regierung beruht auf der Reife des chinesischen Automobilmarktes und der chinesischen Automobilhersteller. Elektrofahrzeuge (BEVs), Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs) und Hybridfahrzeuge mit Hybridantrieb (F-HEVs) werden 2025 fast die Hälfte aller Verkäufe ausmachen. Automobilhersteller wie BYD, Geely und Chery dominieren den chinesischen Markt und expandieren auch in Europa und Südostasien.
 
Die Politik der chinesischen Regierung hat die Entstehung von Weltklasse- Automobilherstellern und eines umfassenden Ökosystems gefördert, das Batterien, Komponenten und Montage einschließt. Hinter diesem unbestreitbaren Erfolg verbirgt sich jedoch eine Schwäche. Mehr als 150 Automobilhersteller sind derzeit in China tätig, die meisten von ihnen halten jedoch nur einen geringen Marktanteil. Subventionen haben ein Überangebot im Verhältnis zur tatsächlichen Nachfrage begünstigt und zu heftigen Preiskämpfen zwischen den Herstellern geführt. Die Abschaffung der Subventionen könnte zum Untergang der schwächsten Automobilhersteller führen und einen Prozess der natürlichen Auslese innerhalb der chinesischen Automobilindustrie auslösen, bei dem nur die mächtigsten und profitabelsten Akteure überleben.
 
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