Der neueste Ford Focus ist im Werk Saarlouis vom Band gelaufen
Am 17. November 2025 lief der letzte Ford Focus nach jahrzehntelanger Produktion über mehrere Generationen hinweg im Werk Saarlouis vom Band. Mit dem Ende der europäischen Produktion der Kompaktklasse-Limousine des zweitgrößten amerikanischen Automobilherstellers endet auch die Montage im Werk Saarlouis, die vor 55 Jahren (1970) mit der Produktion des Ford Taunus begann. Damals ergänzte das Werk die deutsche Produktionsstätte des Herstellers, die zu dieser Zeit aus dem Kölner Werk bestand, in dem die größeren Modelle der Marke – 17M, 20M/26M, Consul/Granada und Scorpio – montiert wurden.
 
Neben dem Taunus wurden im Werk Saarlouis auch der Ford Escort, der Ford Capri, der Ford Fiesta und somit auch der Ford Focus produziert, der 1999 den Escort ablöste. Insgesamt wurden in diesem Werk mehr als 15 Millionen Fahrzeuge hergestellt.
 
Die Schließung des Ford-Werks in Saarlouis entspricht der Strategie des amerikanischen Autoherstellers, sich schrittweise vom europäischen Markt zurückzuziehen (ähnlich wie GM und Chrysler in der Vergangenheit) und sich künftig auf die in Europa produzierten SUVs Puma, Kuga, Capri und Explorer zu konzentrieren. Die Produktion zukünftiger Limousinen soll an andere Hersteller wie Renault ausgelagert werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Ford-Focus-Kunden automatisch auf Ford-SUVs umsteigen. Möglicherweise suchen sie sogar nach einer anderen Limousine der Kompaktklasse. Am wahrscheinlichsten ist, dass sie sich für einen Volkswagen Golf entscheiden, der dem Ford Focus in jeder Hinsicht am ähnlichsten ist. Der Golf könnte daher teilweise von der Einstellung des Ford Focus profitieren.
 
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