Welche Konsequenzen hat das Ende des Fiesta für Ford?
Ford stellte die Produktion seiner B-Segment-Limousine Fiesta in Europa im Jahr 2023 ein, ohne sie zu ersetzen. Diese Strategie entspricht der in den USA verfolgten Politik, nämlich alle Limousinen aus dem Programm zu nehmen und sich auf SUVs zu konzentrieren.
 
Der Ford Fiesta mit Schrägheck war ein sehr wichtiges Modell für Ford Europa und zählte zwischen 2009 und 2019 zu den fünf meistverkauften Modellen in Europa (zweitmeistverkauftes Modell zwischen 2012 und 2015) und war zwischen 2009 und 2020 sogar das meistverkaufte Modell in Großbritannien.
 
In Bezug auf die Produktion erreichte der Ford Fiesta im Jahr 2009 mit 500.000 produzierten Einheiten seinen Höhepunkt, bevor die Zahlen allmählich auf 400.000 Einheiten im Jahr 2011, 300.000 im Jahr 2017 und 240.000 im Jahr 2019 zurückgingen.
 
Nach dem Erscheinen der kleinen B-Segment-SUVs EcoSport und später Puma sanken die Fiesta-Produktionszahlen weiter: 140.000 im Jahr 2020, 53.000 im Jahr 2021, 81.000 im Jahr 2022 und 65.000 im Jahr 2023. Insgesamt wurden zwischen 2005 und 2025 in Europa fast 6 Millionen Ford Fiestas produziert, dreimal so viele, wenn man die Jahre seit der Entstehung des Fiesta (1976) mitrechnet.
 
Die SUVs Ecosport und Puma konnten den Rückgang der Fiesta-Verkäufe nicht ausgleichen, da von diesen beiden Modellen seit 2017 in Europa insgesamt nur eine Million Einheiten produziert wurden. Ford hat daher kürzlich beschlossen, mit der Markteinführung eines neuen batterieelektrischen B-Segment-Fahrzeugs im Jahr 2028, basierend auf dem Renault 5 E-Tech, einen Nachfolger für den Fiesta zu entwickeln. Die Produktion soll bei Renault in Douai erfolgen, doch es ist klar, dass die angestrebten Stückzahlen niemals an die des alten Fiesta heranreichen werden.
 
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