Ist das Ford-Werk in Valencia (Spanien) bedroht?
- Nach dem Produktionsende des Ford Mondeo (2022), Galaxy/S-Max (2023) und Transit Connect (2023) produziert das Ford-Werk in Valencia (Spanien) seit 2024 ausschließlich den Ford Kuga SUV (C-Segment). Das Produktionsvolumen des Werks wird im Jahr 2025 100.000 Einheiten nicht überschreiten, verglichen mit 200.000 im Jahr 2020 und 350.000 im Jahr 2017.
- Darüber hinaus scheint das ursprüngliche Ziel des Automobilherstellers, im Werk Valencia Elektrofahrzeuge zu produzieren, ernsthaft gefährdet. Grund dafür sind die schwachen Verkaufszahlen des batterieelektrischen Ford Capri und Explorer sowie die Entscheidung, künftige batterieelektrische Modelle des B-Segments in Partnerschaft mit Renault in einem Renault-Montagewerk in Nordfrankreich zu fertigen. Angesichts dieser Situation ist die Zukunft des Ford-Werks in Valencia nun ungewiss.
- Den Kuga in einer batterieelektrischen Version am Standort Valencia würde es immer noch geben, wenn sich Ford nicht vom Volkswagen-Konzern distanziert hätte, um neue batterieelektrische Fahrzeuge zu produzieren, denn Ford scheint nicht in der Lage zu sein, selbst ein batterieelektrisches Fahrzeug zu entwickeln, das sich in großen Stückzahlen unter der eigenen Marke gewinnbringend verkaufen lässt.
- Angesichts der Tatsache, dass der amerikanische Hersteller nun eine neue Strategie verfolgt, die in der Zusammenarbeit mit Renault zusätzlich (oder anstelle von?) Volkswagen besteht, wäre es durchaus denkbar, dass Ford ab 2028 neue batterieelektrische SUVs auf Basis der zukünftigen batterieelektrischen SUVs von Renault, die am spanischen Standort Palencia produziert werden, auf den Markt bringen wird. Das Jahr 2028 markiert genau das Ende des Lebenszyklus des Kuga, der im Jahr 2020 auf den Markt kam.
