FAW erwirbt 5 % des Kapitals von Leapmotor
- Der chinesische Automobilhersteller FAW, der in seinen chinesischen Werken Volkswagen-Fahrzeuge montiert und die Premiummarke Hongqi (derzeit mit 17 verschiedenen Modellen) besitzt, wird eine 5-prozentige Beteiligung an seinem Landsmann Leapmotor erwerben, einem auf batterieelektrische Fahrzeuge spezialisierten Unternehmen. Stellantis hält bereits 20 Prozent an Leapmotor.
- FAW und Leapmotor könnten bei der Entwicklung zukünftiger Modelle zusammenarbeiten. Diese Initiative könnte auch als Strategie zur Angleichung der Aktionärsanteile zwischen chinesischen und internationalen Anteilseignern interpretiert werden, wodurch Leapmotor seine Position als kleiner, aber schnell wachsender Automobilhersteller festigen kann. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 produzierte Leapmotor in China 536.000 Fahrzeuge – doppelt so viele wie in den ersten elf Monaten des Jahres 2024 – und zählt damit zu den dynamischsten chinesischen Automobilherstellern. Leapmotor strebt zudem an, bis 2026 eine Million Fahrzeuge zu verkaufen und damit das Produktionsvolumen von 2025 erneut zu verdoppeln. Bis 2035 sollen vier Millionen Fahrzeuge abgesetzt werden – das entspricht der aktuellen Produktionsmenge von BYD. Zehn Prozent dieser Verkäufe sollen außerhalb Chinas erfolgen.
- Diese Zahlen sind äußerst ambitioniert, aber auch BYD hat sich innerhalb weniger Jahre zum fünftgrößten Automobilhersteller der Welt entwickelt.
- Leapmotor, das bereits sieben Modelle auf dem chinesischen Markt anbietet (die Limousinen T03 (A-Segment), B01 (C-Segment), C01 (D-Segment), B10, C10, C11 und C16 (C-Segment)), hat die Markteinführung zweier neuer Modelle für das kommende Jahr angekündigt: den SUV D19 und den Minivan D99. Diese werden die teuersten Modelle der Marke sein und zielen damit erstmals auf das Premiumsegment ab.
