Stellantis wird seine Produktionskapazität in Europa um 800.000 Fahrzeuge reduzieren
- Das Management der Stellantis-Gruppe gab seine Strategie für den Zeitraum 2026-2030 auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 21. Mai 2026, bekannt. Der Automobilhersteller plant, seine europäische Produktionskapazität bis 2030 um 800.000 Fahrzeuge zu reduzieren (d. h. um 15 % seiner europäischen Produktionskapazität) und könnte vier seiner europäischen Werke, die derzeit mit erheblichen Überkapazitäten zu kämpfen haben, wie Rennes (Frankreich), Cassino (Italien), Villaverde (Spanien) und Eisenach (Deutschland), verkaufen oder teilen.
- Der Automobilhersteller setzt insbesondere auf seine chinesischen Partner Leapmotor und Dongfeng, um einige seiner Werke, wie beispielsweise die in Rennes (mit Unterstützung von Dongfeng) und Villaverde (mit Unterstützung von Leapmotor), auszulasten.
- Seit letztem Jahr ist bekannt, dass Stellantis dank der Unterstützung von Leapmotor, die dort mehrere ihrer Modelle produzieren würden, ein weiteres Werk, nämlich das in Saragossa (Spanien), voll auslasten könnte.
- Das Management von Stellantis gab außerdem bekannt, dass künftige Investitionen vorrangig den vier Marken zugutekommen werden, die innerhalb des Konzerns die größten Absatzmengen erzielen, nämlich Peugeot, Fiat, Jeep und Ram.
- Die zehn anderen Marken, die weniger Investitionen erhalten, werden auf eine bestimmte Region beschränkt sein. Schließlich werden Marken mit geringem Absatzvolumen wie DS und Lancia direkt von Citroën bzw. Fiat übernommen, was bedeutet, dass sie aufgrund zu niedriger Verkaufszahlen ihre Unabhängigkeit verlieren.
- Der Fall Maserati bleibt offen, da BYD bereits in diesem Jahr ein Angebot zur Übernahme dieser Luxusmarke abgeben könnte.
