Marokko könnte ab 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge pro Jahr produzieren
- In 2024 produzierte Marokko 600.000 Fahrzeuge (410.000 Renault-Dacias und 190.000 Peugeots), ausgenommen batterieelektrische Fahrzeuge der Klassen L6/L7 (20.000 Einheiten im Vorjahr) wie den Citroën Ami, Fiat Topolino und Opel Rocks-e. Dank der erwarteten Verdopplung des Produktionsvolumens bei Stellantis plant das Land, ab 2030 über eine Million Fahrzeuge zu produzieren.
- Stellantis plant ab 2030 jährlich 535.000 Fahrzeuge aller Art zu produzieren. Darunter fallen 400.000 Fahrzeuge des B-Segments wie der Peugeot 208 (200.000 Einheiten pro Jahr) und ein weiteres Modell auf Basis der Smart-Plattform (200.000 Einheiten pro Jahr), möglicherweise der für 2030 erwartete Fiat 500. Hinzu kommen 135.000 Kleinfahrzeuge, aufgeteilt in 70.000 batterieelektrische Kleinstwagen und 65.000 batterieelektrische Fiat Tris Dreiräder. Im Werk sollen außerdem Hybridmotoren (350.000 pro Jahr) und Ladestationen (200.000 pro Jahr) gefertigt werden.
- Angesichts des marokkanischen Automobilmarktes mit rund 165.000 Einheiten pro Jahr ist es sicher, dass das Werk in Kenitra (ähnlich dem Renault-Dacia-Werk in Tanger) den Großteil seiner Produktion exportieren wird. Im Jahr 2024 exportierte Marokko fast 70 % seiner Produktion, verglichen mit knapp 60 % im Jahr 2019 (dem ersten Betriebsjahr des Werks in Kenitra). Diese Quote dürfte mit der Verdopplung der Produktionskapazität im Stellantis-Werk in Kenitra weiter steigen. Die hohe Exportquote wird sich damit osteuropäischen Länder wie Rumänien, Ungarn, Tschechien oder der Slowakei annähern – bei noch niedrigeren Lohnkosten.
- Inovevs Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 in Marokko 850.000 leichte Nutzfahrzeuge produziert werden (ohne L6/L7). Dabei wird die Entwicklung des europäischen Marktes, dem Hauptabnehmer der im Land produzierten Fahrzeuge, berücksichtigt.
