Japan Mobility Show 2025: Toyota (2/2)
Die Ankündigung von Toyota, unter dem Banner Century ein spektakuläres Konzeptfahrzeug zu präsentieren, ist für die für ihre Diskretion bekannte Luxus-Submarke ungewöhnlich und erklärt sich aus Toyotas Strategie, die Marke außerhalb Japans zu entwickeln und zu vermarkten. Seit 1967 hat Toyota die Submarke Century als Symbol für diskreten Luxus aufgebaut. Außerhalb Japans wurde sie jedoch kaum vermarktet. Mit der Ankündigung vom 13. Oktober enthüllte Toyota seine Strategie, dass es künftig fünf eigenständige Marken geben wird – Century, Lexus, Toyota, GR und Daihatsu – und Century oberhalb von Lexus als oberste Luxusmarke positioniert wird. Soweit dies auf den ersten Bildern zu erkennen ist, tendiert die Karosserie in Richtung Limousinen-Coupé, könnte aber auch in Richtung SUV weiterentwickelt werden. Einige Details, wie die Blechheckscheibe und die Schiebetüren, deuten darauf hin, dass sich die Studie noch im experimentellen Stadium befindet. Der Fokus scheint auf Vollhybrid- oder Vollelektromotoren als mögliche Antriebssysteme zu liegen.
 
Bei Lexus, der Premiumtochter von Toyota, ist ein Trend zu erkennen, dass die Kunden von klassischen Limousinen auf Vans umsteigen. Selbst gehobene Taxis in Asien sind oft luxuriösere Vans. Deshalb hat sich Lexus entschieden, den LM wieder einzuführen. Doch auch der LS soll offenbar zum Van umgebaut werden, denn Lexus plant, auf der JMS 2025 ein entsprechendes Konzept zu enthüllen. Die wenigen veröffentlichten Teaserbilder deuten auf eine enorme Größe hin. Dies könnte auf ein Hinweis auf ein BEV sein, da die BEV-Plattformen eine großzügige Raumausnutzung ermöglichen. Am auffälligsten sind jedoch die drei Achsen, die die Länge zusätzlich betonen und mit den Konventionen der Marke brechen. Lexus wird voraussichtlich das Feedback der Messe abwarten, um zu entscheiden, ob und wie das Fahrzeug in Produktion gehen kann.
Japan Mobility Show 2025: Toyota (1/2)
Toyota hat überraschend angekündigt, auf der diesjährigen JMS eine Studie eines modernisierten Corolla zu präsentieren. Erste Bilder deuten darauf hin, dass die Entwicklung bereits seriennah ist. Vor allem die Tankklappe am vorderen Kotflügel hat Spekulationen über den künftigen Antrieb ausgelöst. Wird es ein BEV oder ein PHEV (in Konkurrenz zum Prius)? Geht Toyota das Risiko ein, einen seiner Bestseller nicht mehr mit Verbrennungsmotor anzubieten?
 
Kurz vor der Eröffung der JMS hat Toyoyta angekündigt den neuen Land Cruiser FJ vorzustellen. Der Nachfolger des 2022 eingestellten FJ Cruiser dürfte mit einer Länge von rund 4,6 Metern und einem Radstand von 2,58 Metern zu den kompakteren SUVs gehören. Die Plattform basiert laut Toyota auf dem Fortuner und dem Hilux, was auf Allradantrieb schließen lässt. Mit welcher Motorisierung der Land Cruiser FJ auf den Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt. In Europa war der Land Cruiser mit 3.364 verkauften Einheiten zwischen 2014 und 2024 nur ein mäßiger Erfolg. Seit 2014 ist der FJ Cruiser in Europa nicht mehr erhältlich. Toyota produzierte von 2014 bis 2024 rund 3.280.000 Land Cruiser und von 2014 bis 2022 rund 97.600 FJ Cruiser.
 
Da die offizielle Vorstellung erst am 4. Dezember 2025 geplant ist, bleibt abzuwarten, ob und gegebenenfalls in welcher Form Toyota seinen neuen Supersportwagen, den V8-angetriebenen Gazoo GT, enthüllen wird. Ob nur Teile oder sogar ein Prototyp enthüllt werden, ist derzeit Gegenstand von Spekulationen. Angeblich soll die Straßenversion auch über einen Hybridantrieb verfügen. Unklar ist zudem, unter welcher Marke das Fahrzeug letztendlich erscheinen wird: der Rennsportmarke Gazoo oder Lexus, als Nachfolger des LFA, von dem es teilweise abgeleitet wurde.
Japan Mobility Show 2025: Suzuki (1/2)
Suzuki wird auf der JMS 2025 sein Konzept Vision e-Sky vorstellen, das kurz vor der Serienreife steht. Dieses vollelektrische Fahrzeug soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt kommen und eine Reichweite von über 270 km haben. Das Konzept ist 3,395 Meter lang, 1,475 Meter breit und 1,625 Meter hoch. Es handelt sich somit um ein vollelektrisches Kei-Car. Da diese Autos derzeit nur einen kleinen Markt darstellen, sind sowohl die Chancen als auch die Risiken beträchtlich. Es scheint, dass Suzuki seine Kei-Cars auf Elektroantrieb ausrichtet, da sein zweites Konzept ebenfalls ein BEV-Kei-Car ist.
 
Auch das zweite von Suzuki angekündigte Konzeptfahrzeug wird vollelektrisch sein: ein kleiner, vollelektrischer Mini-Nutzwagen bzw. Van, dessen elektrisches System Suzuki in Zusammenarbeit mit Toyota und Daihatsu entwickelt hat. Die Batterie soll nicht nur eine Reichweite von 200 Kilometern ermöglichen, sondern auch verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, etwa als Pannenhilfe oder Krankenwagen, mit Strom versorgen. In seiner aktuellen Phase ist er allerdings noch sehr kompakt: Er misst 3,395 Meter Länge, 1,475 Meter Breite und 1,89 Meter Höhe. Zum Gewicht macht Suzuki leider keine Angaben.
 
Suzuki präsentiert seinen neuen Jimny Nomade, der bereits seit dem 3. April auf dem japanischen Markt erhältlich ist, auf der JMS 2025, um ihn weiter zu bewerben. In Indien wird er als Jimny Alpha angeboten. In Europa ist der ursprüngliche Jimny seit 2020 nicht mehr offiziell erhältlich, aber ein italienischer Importeur scheint diese neue Version nun anzubieten. Der Jimny Nomade hat einen 34 cm längeren Radstand als das Original und ist damit fast 4 Meter lang. Von 2014 bis 2024 wurden rund 580.000 Jimnys (alle Versionen) gebaut. In Europa wurden von diesem Modell im gleichen Zeitraum rund 12.400 Einheiten verkauft. Inovev prognostiziert eine Produktion von 100.000 Einheiten pro Jahr.
Japan Mobility Show 2025: Suzuki (2/2)
Suzuki stellt auf der diesjährigen JMS sein erstes vollelektrisches SUV, den e-Vitara, vor. Mit 4,28 Metern Länge, 1,80 Metern Breite, 1,63 Metern Höhe und einem Gewicht von 1,7 Tonnen gehört er zu den kleineren vollelektrischen SUVs. Die Batterie soll eine Kapazität von bis zu 61 kWh und eine Leistung von 135 kW (181 PS) bei einer Reichweite von bis zu 426 km haben. Er basiert auf der neu entwickelten HEARTECT-e-Plattform und verfügt über ein elektrisches Allradsystem. In Europa wurden vom Vitara seit seiner Markteinführung im Jahr 2015 bis 2024 rund 29.300 Einheiten verkauft. Im gleichen Zeitraum wurden im ungarischen Werk Esztergom rund 1.154.800 Vitara produziert. Der e-Vitara wird im indischen Gujarat produziert und Inovev prognostiziert eine Produktion von 25.000 Einheiten pro Jahr.
 
Suzukis Kei Car XBee ( Crossbee ) erhielt im Oktober ein Facelift, das auf der JMS gezeigt wird. Neben dem moderneren Äußeren wurde der Mildhybridmotor auf einen 1,2-Liter-Z12E mit CVT aktualisiert. Das Fahrzeug behält seine Abmessungen mit einer Länge von 3,76 m, einer Breite von 1,67 m und einer Höhe von 1,7 m bei.
 
Suzuki präsentierte auf der JMS 2023 ein Konzept für die dritte Generation seines Kei-Car Microvans, den Spacia. Das fertige Modell wird auf der JMS 2025 zu sehen sein. Es ist 3,39 Meter lang, 1,47 Meter breit und 1,78 Meter hoch. Angetrieben wird es von einem 0,6-Liter-Mildhybridmotor (36–47 kW). Das Leergewicht dürfte bei rund 900 Kilogramm liegen.
Japan Mobility Show 2025: Subaru
Subaru hat für die Japan Mobility Show 2025 zwei Konzeptfahrzeuge unter seinem sportlichen STI-Label angekündigt und zwei Teaserbilder veröffentlicht, die noch nicht allzu viel verraten.
 
Das vollelektrische Performance-E STI- Konzept wirkt auf dem Teaserbild schnittig, schnell und aggressiv. Das Design ist kantig und die Scheinwerfer sind recht schmal. Es könnte in die Richtung eines modernen Sportwagen oder aber auch eines Supersportwagens gehen.
 
Das Performance-B STI-Konzept soll mit einem Verbrennungsmotor und symmetrischem Allradantrieb ausgestattet sein. Das überrascht, da der STI-Name eigentlich ausschließlich für Elektrofahrzeuge gedacht war. Dies könnte auf einen Strategiewechsel hindeuten. Das Teaserbild suggeriert eine SUV- oder Fließheckkarosserie, da sie dank der Kotflügel muskulöser und kraftvoller wirkt. Die Lufthutze und die seitlichen Lüftungsschlitze könnten ein Hinweis auf eine WRX-Basis sein und den sportlichen Charakter unterstreichen.
 
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