Chinesische Exporte gehen seit 2013 zurück,

 

Die chinesischen Automobilexporte fielen 2015 auf 755.000 Fahrzeuge und lagen somit auf dem Niveau von 2008. Während diese Exporte aber 2008 noch 9% der chinesischen Automobilproduktion darstellten, machten sie 2015 nur 3% aus. Die Autoproduktion in China hat sich zwischen 2008 und 2015 effektiv verdreifacht.

Diese Produktion ist vor allem für den heimischen Markt vorgesehen, der 2015 24,5 Mio. Fahrzeuge aufnahm und aufgrund der robusten Nachfrage jedes Jahr eine weitere Million aufnehmen wird. Die Hunderttausende von Fahrzeugen, die seit 2012 exportiert worden sind, haben daher keine wesentliche Auswirkung auf die chinesische Automobilproduktion.

Wäre der heimische Markt schleppend oder gar rückläufig, wäre die Lage spürbar anders. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es logisch zu behaupten, dass Exporte keine Priorität für die chinesischen Hersteller darstellen, da diese bereits in China, wo die Ergebnisse positiv gewesen sind, genug zu tun haben und ihren Marktanteil zu Lasten der ausländischen Hersteller ausweiten.

Obwohl die Exporte momentan keine Priorität für die chinesischen Hersteller besitzen, könnte sich dies bald ändern, insbesondere angesichts des zu erwartenden Auslaufens der Expansion am chinesischen Markt innerhalb der nächsten Jahre.

Dies hat dazu geführt, dass chinesische Hersteller F&E-Zentren in Europa eröffnet haben, um sich für große Investitionen am europäischen Markt besser vorbereiten zu können. Dieser Prozess dürfte allerdings viele Jahre dauern.


16-11-4
      
   

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Borgward setzt sich das Ziel, im Jahr 2020 global 500.000 Fahrzeuge zu verkaufen,

 

Der Hersteller Borgward, der durch den chinesischen Hersteller Beiqi Foton (ein Tochterunternehmen von BAIC) wiederbelebt worden ist, hat auf der Beijing Motor Show im April 2016 zwei neue Fahrzeuge vorgestellt. Es handelt sich dabei um Kompakt-SUV (4,50 m lang), die die Palette des Herstellers, die aktuell ein Mittelklasse-SUV, den BX7 (4,70m lang) beinhaltet, erweitern.

Borgward war eine deutsche Premiummarke, die 1961 verschwunden war und in den 50ern 90.000 Fahrzeuge pro Jahr in Bremen hergestellt hatte.

Der Name Borgward wurde vor einigen Jahren von Beiqi Foton gekauft, der jetzt unter diesem Namen eine komplett neue Fahrzeugpaletteentwickelt, die in einem Werk der BAIC-Gruppe in Beijing hergestellt werden soll.

Der BX7 wird bereits in China produziert und verkauft. 2017 beginnt der Verkauf des BX5 und BX6. Das Angebot wird durch weitere Modelle ergänzt werden (wahrscheinlich Limousinen), die 2018 und 2019 an den Start gehen.

Der Borgward-Verkauf in Europa beginnt ab 2017. Alle Fahrzeuge werden eine Plattform des ehemaligen Saab 9.3 verwenden, da BAIC die Rechte an älteren Saab-Modellen erworben hat.

Die chinesische Gruppe hat sich das Ziel gesetzt, im Jahr 2020 global 500.000 Borgward-Fahrzeuge zu verkaufen, sobald die Palette sechs unterschiedliche Modelle beinhaltet. Mittelfristig ist der Bau eines Werkes in Deutschland geplant.


16-11-2
   
   

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Marktanteil der 100% chinesischen Marken steigt in China,

 

Am chinesischen PKW-Markt machen ausländische Hersteller, die in China im Rahmen eines Joint Ventures (JV) mit heimischen Herstellern/Montagebetrieben produzieren, wie vor einem Jahrzehnt noch immer zwei Drittel der Gesamtzulassungen aus.

Beachten muss man allerdings, dass diese ausländischen Hersteller bereits 2014 dank ihren Limousinen aber auch zum Teil ihren SUV schon 72% des PKW-Marktes behaupten konnten. Im gleichen Jahr fiel der Anteil der 100% chinesischen Hersteller am PKW-Markt auf 28%, obwohl die chinesische Regierung ihnen das Ziel gesetzt hatte, einen Marktanteil von 40% zu erreichen.

Das starke Wachstum beim SUV-Absatz der 100% chinesischen Hersteller ermöglichte 2015 und 2016 (1. Quartal) eine starke Ausweitung des Marktanteils. Auch der Elektrofahrzeugabsatz trug etwas zu diesem Wachstum bei. Nach 28% 2014 nahm der Marktanteil der 100% chinesischen Hersteller 2015 auf 32% zu und stieg weiter im ersten Quartal 2016 auf 36% wie bereits 2006-2007.

Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, da rund 20 neue SUV von 100% chinesischen Herstellern auf der Beijing Motor Show vorgestellt wurden.

Inovev hält es für möglich, dass das Ziel eines 40%igen Marktanteils ab 2017 in der Tat erreicht werden könnte.

16-11-1
   
   

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Wie sieht die Standortverlagerung bei den deutschen Herstellern aus?,

 

Während französische und italienische Hersteller in den 2000er Jahren einen Großteil ihrer Produktion verlagert haben, haben die deutschen Hersteller diese Strategie begrenzt und ihre Produktionsbasis Deutschland eher konsolidiert. Die Standortverlagerung basiert auf dem Prinzip, dass ein Unternehmen seine Aktivitäten, sein Kapital und seine Arbeitsplätze von einem Land zu einem anderen verlagert, um von günstigeren wirtschaftlichen Bedingungen (insbesondere niedrigeren Kosten) zu profitieren. Eine diesbezügliche Analyse der europäischen Standortverlagerungen von Volkswagen, Mercedes und BMW ergibt folgendes Bild:

   1) Volkswagen hat längst die Produktion des Polo nach Spanien verlagert. In jüngerer Zeit hat VW die Produktion des Up-Mii-Citigo in die Slowakei, des Caddy nach Polen, großer MPV nach Portugal (Sharan-Alhambra) und großer SUV in die Slowakei (Touareg-Q7) verlagert. Audi hat einen Teil seiner Produktion nach Ungarn (A3), nach Belgien (A1) und nach Spanien (Q3) verlagert.

   2) Mercedes hat längst den Vito/V Class nach Spanien verlagert und neuerlicher auch einen Teil der Produktion nach Ungarn (B Class, CLA). Große SUV werden alle in den USA hergestellt, dem Hauptmarkt für diese Fahrzeugart, dies zählt aber nicht als Produktionsverlagerung im eigentlichen Sinne.

   3) BMW ist aktuell der deutsche Hersteller, der am wenigsten ausgelagert hat, allerdings findet die Produktion aller großer SUV noch immer in den USA statt, da dies der Hauptmarkt für diese Fahrzeugart ist. Deshalb zählen diese nicht als eigentliche Standortverlagerung.

2015 hat VW 32% seiner europäischen Produktion verlagert, Daimler 25% und BMW 0%.

16-10-10
   
   

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In welchen europäischen Ländern werden die meisten LUV hergestellt?,

 

Zur Zeit werden in Europa 35 LUV (unter 3,5 t) hergestellt.

Die Türkei führt bei der LUV-Produktion in dieser Region, mit den Modellen Ford Transit, Transit Custom, Transit Courier, Fiat Doblo und Fiorino, sowie den abgeleiteten Modellen Opel Combo, Peugeot Bipper und Citroën Nemo (470.000 Fahrzeuge insgesamt 2015).

Frankreich ist wieder einmal das zweitgrößte produzierende Land der Region, mit dem Renault Kangoo, Trafic und Master, ihren Ableitungen Mercedes Citan, Opel Movano und Nissan NV400, sowie dem Peugeot Expert, Citroën Jumpy und deren Ableitungen Fiat Scudo und Toyota Proace (430.000 Fahrzeuge insgesamt). Die Verlagerung des Renault Trafic ermöglichte es Frankreich, 2015 den zweiten Platz in der Produktionsrangliste wieder zu erlangen.

Spanien ist das drittgrößte Produktionsland der Region, mit dem Mercedes Vito, Ford Transit Connect, Citroën Berlingo, Peugeot Partner, Nissan NV200, Nissan Navara, Nissan Cabstar und Iveco Daily (400.000 Fahrzeuge insgesamt).

An vierter Stelle steht Deutschland mit dem Mercedes Sprinter, Volkswagen Transporter, Volkswagen Crafter und Volkswagen Amarok (275.000 Fahrzeuge insgesamt).

Fünftgrößtes Produktionsland der Region ist Italien mit dem Fiat Ducato, Peugeot Boxer und Citroën Jumper (235.000 Fahrzeuge insgesamt). Diese fünf Länder machten 2015 90% der LUV-Produktion in Europa aus.

16-10-8
   
   

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