Produktionsprognosen für Großbritannien 2016 (PKW + LCV),

 

Die britische Automobilproduktion wächst seit dem Tief 2009 ununterbrochen, so dass sie aktuell nur knapp hinter dem französischen Niveau liegt. Die britische Produktion verdankt sich ihre gesunde Verfassung dem Erfolg der Modelle Nissan Qashqai, Juke Nissan, BMW Mini, die den Verlust von Ford als Hersteller in Großbritannien ausglichen.

Die Marken Jaguar und noch mehr Land Rover haben vom Erfolg der Premiummarken profitiert, insbesondere in Europa, den USA und China. Das gleiche gilt für die Marken Aston Martin , Bentley und Rolls-Royce, jedoch mit niedrigeren Volumen. Somit nähert sich die britische Produktion wieder einmal einem Volumen von 2 Mio. Fahrzeuge im Jahr (gegenüber 3 Mio. für Frankreich) und die Entwicklung des britischen sowie des gesamteuropäischen Marktes wird diesen Trend verstärken.

Ferner haben die Verlagerung 2013 des Toyota Auris von der Türkei nach Großbritannien, die Ankunft des Nissan Leaf 2014, des Jaguar XE 2015 und des Infiniti Q30 2016 das Phänomen betont, auch in Verbindung mit dem Verlust bei GM Luton der Produktion des Renault Trafic 2014 (Verlagerung nach Sandouville in Frankreich) und obwohl Mini im gleichen Jahr einen Teil der UK-Produktion nach Born in den Niederlanden verlegt hat.

Inovev rechnet mit einer Steigerung der britischen Produktion um 2% zwischen 2015 und 2016.


16-07-4   

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Produktionsprognosen für Europa 2016 (PKW + LCV),

 

2016 wird die europäische Automobilproduktion (29 Länder) von PKW + LCV hauptsächlich vom Absatzniveau in der Region abhängen.Dieses dürfte etwas expandieren (ca. 3%) im Vergleich zum starken Wachstum des Jahres 2015 (mehr als 9%), das stärkste Wachstum seit 15 Jahren. Dementsprechend erwartet Inovev eine geringe Expansion der europäischen Automobilproduktion von ca. 2%.

Damit dürfte das Produktionsvolumen in Europa 2016 knapp oberhalb der Schwelle von 18 Mio. Fahrzeugen liegen(gegenüber 17,9 Mio. 2015, 16,9 Mio. 2014 und 16,2 Mio. 2013), noch aber weit entfernt von den 20 Mio., die 2007 erreicht wurden.

Die Verlangsamung der Exporte (vor allem nach China und Nordamerika) wird voraussichtlich das Volumen der europäischen Produktion beeinflussen, insbesondere weil die Verlagerung der Produktion nach China und Nordamerika zur Expansionsverlangsamung dieser Märkte hinzukommt.

Vor allem die Modellverlagerung der Marken Audi, BMW und Mercedes wird zu Verlusten für die europäischen Werke führen. Da aber das Produktionsniveau 2016 ähnlich hoch sein wird wie im Jahr 2015 und keine Werksschließungen bzw. – Eröffnungen in diesem Zeitraum in Europa geplant sind, werden die Auslastungsraten in der Region hoch bleiben (um die 82%). Dies stellt die zweithöchste Rate der letzten 10 Jahre nach 2007 dar (85%).


16-07-1   

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Volvo will mit dem neuen S90 deutsche Premiumhersteller angreifen,

 

Der schwedische Hersteller Volvo, ein Tochterunternehmen der chinesischen Geely-Gruppe, hat seine neue große Oberklassen-Limousine eingeführt.Das Fahrzeug ersetzt den S80 von 2006. Eine von dem S90 abgeleitete Kombiversion namens V90 folgt in einigen Wochen. Der S90, der V90 und der XC90 teilen sich viele Komponente.

Die neue Volvo-Limousine, die zusammen mit dem 2015er XC90 die Spitze der Palette bildet, konkurriert mit der Mercedes E-Klasse, dem 5er BMW und dem Audi A6, im geringeren Maße auch mit dem Jaguar XF und dem Genesis G80.

Der Volvo S90 benutzt die modulare Plattform SPA, die bereits im XC90 SUV zum Einsatz kommt. Die Limousine verwendet auch die Motoren dieses Oberklassen-SUV, d.h. den T6 Benzinmotor (4-Zylinder 2,0 l 320hp) und T8 (4-Zylinder 2,0 l Hybrid mit 400hp) sowie die Dieselmotoren D4 (4-Zylinder 2,0 l 190hp) und D5 (4-Zylinder 2,0 Liter 225hp). Volvo hat nach und nach seine 5- und 6-Zylinder-Motoren aufgegeben (noch sind sie beim S60 / V60 und XC60 zu finden) und konzentriert sich jetzt auf Downsizing (kleinere Motoren mit Turboladern).

Der Volvo S90 (wie der V90 Kombi und der XC90 SUV) wird im schwedischen Göteborg hergestellt. Wahrscheinlich werden diese Modelle in der nicht zu fernen Zukunft ebenfalls in China gefertigt werden. Volvo hat dort Werke, die von der chinesischen Mutter Geely gebaut wurden und die größtenteils nicht ausgelastet sind. Später könnten diese Modelle auch in den USA hergestellt werden. Für 2018 wird mit der Eröffnung des dortigen Volvo-Werks gerechnet.


16-06-13   

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Produktionsprognosen für Deutschland 2016 (PKW + LCV),

 

In den letzten beiden Jahren erzielte die deutsche Automobilproduktion die besten Ergebnisse seit 2007 und bis auf das Tief von 2009, das die meisten europäischen Länder betraf, erreicht Deutschland jedes Jahr ein Produktionsvolumen von ca. 6 Mio. Fahrzeugen. Diese Zahlen basieren hauptsächlich auf dem Wachstum der Premiummarken Audi, BMW, Porsche und Mercedes, die sowohl in Europa als auch weltweit (durch die Exporte von Deutschland) zunahmen. Auch der Rückkehr von Ford- bzw. Opel-Modellen nach Deutschland (Fiesta, Focus, C-Max und Zafira) trug dazu bei, einige Jahre lang die deutsche Produktion auf einem guten Niveau zu halten.

Die Entscheidung dieser Hersteller, die deutsche Produktion nicht nach anderen Ländern auszulagern, war zu deren Gunsten. Allerdings erwartet Inovev für 2016 keine wesentliche Expansion der deutschen Produktion, da Mercedes seit 2015 einen Teil der C-Klasse in den USA herstellt, Audi 2016 den Q5 in Mexiko produzieren wird und auch BMW demnächst die Produktion in Mexiko aufnehmen wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der allmähliche Übergang von Exporten nach China zur lokalen Produktion in China, wie von der chinesischen Regierung gewünscht. Ab 2016 dürfte sich also die deutsche Produktion stabilisieren und Wachstumsraten um die 0% 2015 und 2016 erzielen, trotz der Ankunft der neuen Mercedes E-Klasse und des Audi A5.
 


16-07-2   

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Könnten sich Hersteller entscheiden, ihre Produktion aus der Türkei zurückzuziehen?,

 

Die Spannungen zwischen Europa und der Türkei bezüglich der politischen Situation in Syrien und dem Irak könnten sich verstärken, insbesondere angesichts der gegensätzlichen Standpunkte der verschiedenen Akteure. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Türkei wären bedeutend, weil einige Industriezweige dort sesshaft sind, u.a. die Automobilindustrie.

Sechs Hersteller sind zur Zeit in der Türkei aktiv,der Großteil der Produktion (75%) wird nach Europa exportiert. Renault, FCA, Ford, Toyota, Hyundai und Honda betreiben sechs Werke im Westen des Landes. Eine Eskalierung der diplomatischen Lage könnte die Produktion in diesen Werken erschweren.

Einige Hersteller haben Pläne, ihre Fertigung nach anderen Regionen umzusiedeln, aber nur zwei könnten dies ohne große Schwierigkeiten bewerkstelligen: Renault, der Werke in Flins (Frankreich) und Novo Mesto (Slowenien) für die Umsiedlung des Clio besitzt, und FCA mit Mirafiori (Italien) und Kragujevac (Serbien) für den Doblo und Fiorino sowie Cassino (Italien) für den Tipo. Diese Werke haben momentan Unterauslastung. Honda könnte ebenfalls die Produktion nach Swindon in Großbritannien umsiedeln.

Für Toyota, Ford und Hyundai wäre es komplizierter, weil diese Hersteller nicht ausreichende Kapazitäten in Europa dafür haben. Über eine eventuelle Fertigung in Asien (Japan, Korea, Indien) müsste nachgedacht werden, womit die Produktion weiter entfernt wäre von den Ländern, wo diese Fahrzeuge gekauft werden, weil keine der Hersteller plant, Werke in Europa zu bauen.


16-06-14   

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