Der deutsche PKW-Markt im Überblick 2015,

 

Der deutsche PKW-Markt nahm 2015 um 5,6% zu, mit einem Volumen von 3,21 Mio. Einheiten. Somit stieg dieser Markt zum zweiten Mal in Folge nach den Rückgängen 2012 und 2013. Langsam aber sicher nähert sich der Markt 3,25 Mio. Einheiten, was dem Durchschnittsvolumen der letzten 20 Jahren entspricht. Dies ist zwar positiv, allerdings ist der Markt noch weit entfernt vom Niveau, das vor der Krise herrschte.

Die Kompaktklasse bleibt das größte Segment in Deutschland (Golf-Effekt) mit 41% des Marktes, verglichen mit 20% für das Kleinwagensegment. Bei den Aufbauarten bleiben die SUV (19%)  noch weit hinter den Limousinen (64%), auch wenn sie 2015 um einen Prozentpunkt angestiegen sind, während die Limousinen um einen Punkt zurückgingen.

Die Volkswagen-Gruppe (39,2% des Marktes, +4,1%) bleibt Marktführer, sehr weit vor der Daimler-Gruppe (10,1% des Marktes, +10,1% Anstieg). Das höchste Wachstum erzielten die Premiumhersteller, koreanische Hersteller sowie die Ford- bzw. FCA-Gruppen.

Die Top 10 der Verkaufsstatistik 2015 sind: VW Golf ( 270.952 Einheiten), VW Passat (97.586), VW Polo (69.867), Mercedes Class C (67.549), VW Tiguan (58.978), Skoda Octavia (57.907), Audi A3 (57.858), Opel Astra (56.079), Opel Corsa (52.741) und Audi A4 (52.493). Sieben der Top 10-Modelle gehören der Volkswagen-Gruppe an.
 

16-03-2   

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NAFTA: Analyse der Fahrzeugproduktion - Produktion im NAFTA-Raum – 5/6,

 

Die NAFTA-Produktion ist insgesamt gestiegen, von 16,3 Mio. 2005 auf 18,1 Mio. Einheiten 2015. Allerdings hat sich die Aufteilung zwischen den drei Ländern geändert.

Die Produktion der amerikanischen Autohersteller fiel von 8,2 Mio. 2005 auf 6,6 Mio. Einheiten 2015. Nachdem sie 2005 fast 50% der Produktion in der Region ausgemacht hatten, beherrschten sie 2015 nicht mehr als 36,5 %. Japanische Autobauer stiegen von 3,2 Mio. auf 4,3 Mio. Einheiten 2015 und erhöhten ihren Produktionsanteil in der Region von unter 20% 2005 auf 23,7% 2015. FCA (Italien) stieg von 0 auf 2,9 Mio. Fahrzeuge, mit einem Anteil 2015 von 16% an der Produktion in der Region. Renault-Nissan (Frankreich) nahm von 1,2 auf 1,8 Mio. Einheiten 2015 zu, was einem Produktionsanteil in der Region von 10% entspricht. Koreanische Autohersteller, die nur in den USA vertreten sind, haben von 100.000 auf 750.000 Einheiten 2015 expandiert, mit 4% der Produktion in der Region. Die deutschen Hersteller (mit dem Verlust von Chrysler) fielen von 3,2 auf 1,3 Mio. Einheiten 2015 und 7% Produktionsanteil in der Region.

Trotz ihrer Führerschaft in der Region haben US-kontrollierte Unternehmen im NAFTA-Raum an Einfluss eingebüßt, insbesondere zugunsten der japanischen Hersteller aber auch in Richtung koreanischer Hersteller sowie Renault-Nissan (Frankreich).
 

16-02-5   

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NAFTA: Analyse der Fahrzeugproduktion - Produktion in Kanada – 3/6,

 

Die Produktion (PKW + LUV) in Kanada ist innerhalb von 10 Jahren von 2,6 Mio. auf 2,4 Mio. zurückgegangen, mit einem durchschnittlichen Rückgang um weniger als 1% pro Jahr. 2015 allerdings beschleunigte sich der Abwärtstrend mit einem Rückgang um 6,5% im Vergleich zu 2014.

2015 machten US-kontrollierte Unternehmen (GM und Ford) 35% der Automobilproduktion des Landes aus (gegenüber 49% 2005 ohne Chrysler). Besonders auffallend ist das Wachstum der Hersteller unter japanischer Kontrolle, die jetzt in Kanada an erster Stelle stehen; die Toyota- und Honda-Gruppen stellten 2015 43% der Gesamtproduktion des Landes dar (im Vergleich zu 24% 2005). Italienisch-kontrollierter Chrysler machte 2015 21% der kanadischen Produktion aus (0% 2005). Deutsche Hersteller (Chrysler gehörte früher zu Daimler) sind nicht mehr in Kanada vertreten (2005 27% der Produktion).

Nach Volumen produzierten US-kontrollierte Unternehmen 2015 850.000 Einheiten (1,25 Mio. 2005). Japanisch-kontrollierte Unternehmen produzierten 1,05 Mio. Fahrzeuge (630.000 2005) und Chrysler (FCA - Italien) produzierte 500.000 Fahrzeuge im Vergleich zu 700.000 2005, als das Unternehmen noch von Daimler kontrolliert wurde.

In Kanada lässt sich die Stabilität der Produktion (außer zu Krisenzeiten) dadurch erklären, dass die japanischen Autobauer ihre Volumen expandieren konnten, während sich die Produktion der US-Hersteller verringerte.
 

16-02-3   

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NAFTA: Analyse der Fahrzeugproduktion – Modellverlagerungen im NAFTA-Raum - 6/6,

 

Zwischen 2005 und 2015 haben US-kontrollierte Autohersteller ihre Produktion in den USA und Kanada zurückgefahren, um sie in Mexiko auszuweiten. Im gleichen Zeitraum haben japanische Hersteller ihre Produktion in den drei Ländern des NAFTA-Raums erhöht.

Man könnte meinen, dass die amerikanischen Hersteller ihre Produktion nach Mexiko verlagert haben, dies ist aber nicht der Fall. In der Tat fand zwischen 2005 und 2015 keine Fahrzeugverlagerung zwischen den USA und Mexiko statt. Im Gegenteil, es wurden Modelle von Mexiko in die USA verlagert.

Im gleichen Zeitraum fanden andere Verlagerungen zwischen den drei NAFTA-Ländern statt. Von Kanada in die USA wurden vier Fahrzeuge verlagert (Mercedes Sprinter, Chevrolet Camaro, Buick LaCrosse, Honda Pilot) mit durchschnittlich 200.000 Einheiten / Jahr. Zwei Fahrzeuge (GMC Sierra und Chevrolet Silverado) wurden von Kanada nach Mexiko verlagert (200.000 Einheiten / Jahr). Von den USA nach Kanada wurden ebenfalls zwei Modelle verlagert (Chrysler Town & Country und Dodge Caravan), die durchschnittlich 200.000 Einheiten / Jahr ausmachen. Von Mexiko in die USA wurden sechs Modelle verlagert (Chevrolet Suburban, GMC Yukon, Honda Accord, Cadillac Escalade, Ford F-Series und Ford Focus) mit einem Durchschnittsvolumen von 180.000 Einheiten pro Jahr.

Obwohl keine direkte Verlagerung der Fahrzeugproduktion zwischen den USA und Mexiko stattgefunden hat, haben die Autobauer im US-Besitz nichtsdestotrotz einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der mexikanischen Produktion geleistet, indem sie Modelle, die ehemals in Kanada hergestellt wurden nach Mexiko verlagert haben und auch indem neue Modelle in Mexiko an den Start gingen, die vorher nicht auf amerikanischem Boden hergestellt worden waren. So begann die Produktion in Mexiko von Kleinwagen (Ford Fiesta, Chevrolet Aveo / Sonic) bzw. Kompakt-SUV (Chevrolet Trax / Captiva, Cadillac SRX und Lincoln MKZ) und Ford Fusion, was einem Volumen von 750.000 Einheiten / Jahr entspricht.
 

16-02-6   

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NAFTA: Analyse der Fahrzeugproduktion - Produktion in den USA – 4/6,

 

Die Produktion (PKW + LUV) in den USA ist 2015 mit 12,2 Mio. wieder auf dem Vorkrisenniveau nach 12,1 Mio. 2005. 2015 wuchs die Produktion etwas weniger stark mit einem Anstieg um 4% im Vergleich zu 2014.

Trotz des guten Abschneidens der Produktion des Landes machen Automobilgruppen unter amerikanischer Kontrolle 2015 lediglich 38% der Gesamtproduktion aus im Vergleich zu 52% 2005. Die japanisch-kontrollierten Autohersteller haben ihre Präsenz auf amerikanischem Boden verstärkt und machen 23% der US-Produktion aus (im Vergleich zu 21% 2005). Nach dem Verkauf von Chrysler durch Daimler 2007 stellen die deutschen Autobauer 2015 nur 7% der US-Produktion dar (15% 2005). Die italienische Gruppe FCA hat ihre Präsenz mit dem Kauf von Chrysler stark ausgeweitet und macht 2015 16% der Produktion aus (0% 2005). Die französische Gruppe Renault-Nissan bleibt mit 8% der lokalen Produktion vertreten (7% 2005). Die koreanisch-kontrollierten Autohersteller schließlich haben sich bedeutend entwickelt mit einem Anteil von 6% der US-Produktion 2015 im Vergleich zu nur 1% 2005.

Nach Volumen führte die Verschlechterung der US-Hersteller in der Rangfolge 2015 zu einer Produktion von 4,7 Mio. Fahrzeugen im Vergleich zu 6,3 Mio. 2005. Japanische Hersteller (2,8 Mio. Fahrzeuge 2015 verglichen mit 2,6 Mio. 2005) behaupten den zweiten Platz unter den Herstellern in den USA. Lediglich die Koreaner haben einen wahren Schub ihres Produktionsvolumens erlebt mit 750.000 Einheiten 2015 (gegenüber 100.000 2005). Die Erholung des Marktes und der Automobilproduktion in den USA hat also nicht die amerikanischen sondern die ausländischen Autohersteller begünstigt.
 

16-02-4   

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