Analyse der japanischen Verkäufe (PKW+LUV) in den ersten 6 Monaten 2015,

 

Der japanische Automobilmarkt (PKW + LUV) fiel um 11% auf 2,68 Mio. Einheiten im ersten Halbjahr 2015, gegenüber 3 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der PKW-Absatz ging um 12,3% zurück (2,25 Mio. Einheiten), während die LUV um nur 3,3% fielen (0,43 Mio. Einheiten).


Midgets (K cars) machten 37,5% des japanischen PKW-Marktes in diesem Zeitraum aus (850.000 Einheiten), was einem geringen Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. PKW (1,4 Mio. Einheiten) bilden damit 62,5% des japanischen PKW-Marktes, wovon nur 12% SUV sind (170.000 Einheiten). In Japan ist der SUV-Anteil an den Verkaufszahlen am niedrigsten und übersteigt nicht 10% des Gesamtmarktes (zum Vergleich: in Europa über 20%, in den USA über 30%). Dieses Ergebnis ist überraschend, da Japan viele SUV herstellt (für den Export).


Der Toyota-Gruppe (-10% auf 1,125 Mio. Einheiten) gehören 42% des japanischen Marktes, sie ist sowohl im Midget-Bereich (Daihatsu) als auch in der PKW-Kategorie (Toyota, Lexus) vertreten. An zweiter Stelle liegt Honda (-18% auf 394.000 Einheiten), vor Suzuki (-15,6% auf 341.000 Einheiten), Nissan (-15,3% auf 333.000 Einheiten), Mazda (+ 14,5% auf 139.000 Einheiten), Subaru (stabil bei 88.000 Einheiten), Mitsubishi (-20,4% auf 75.000 Einheiten) und Isuzu (+ 4,5% auf 36.000 Einheiten).


Nach Modellen dominiert der Toyota Prius C den japanischen Markt (121.000 Einheiten), vor dem Honda N-BOX (107.000 Einheiten), dem Daihatsu Tanto (88.000 Einheiten), dem Nissan DAYZ (87.000 Einheiten), dem Daihatsu Move (75.000 Einheiten), dem Honda Jazz (67.000 Einheiten) und dem Suzuki Alto (61.000 Einheiten).


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Analyse der chinesischen Verkäufe (PKW+LUV) in den ersten 6 Monaten 2015,

 

Der chinesische Automobilmarkt (PKW + LUV) nahm im ersten Halbjahr 2015 um 1,4% auf 11,85 Mio. Einheiten zu (gegenüber 11,68 Mio. im Vorjahr). Damit verlangsamt sich seit einigen Jahren das Wachstum (13,9% 2013, 6,9% 2014 und weniger als 3% 2015). Der PKW-Absatz stieg um 4,8% (auf 10,10 Mio. Einheiten) während die LUV um 14,4% zurückgingen (1,75 Mio. Einheiten).

Die VW-Gruppe blieb marktführend (-5,6% auf 1,74 Mio. Einheiten), gefolgt von GM (+ 3,1% auf 1,66 Mio. Einheiten), Hyundai-Kia (-5,8% auf 0,81 Mio. Einheiten), Changan (+ 17,4% auf 0,70 Mio. Einheiten), Toyota (+ 8,4% auf 0,46 Mio. Einheiten), Renault-Nissan (+3,6% auf 0,45 Mio. Einheiten), Ford (+7,7% auf 0,43 Mio. Einheiten) und Honda (+ 16,7% auf 0,42 Mio. Einheiten). Unabhängige chinesische Hersteller zusammen machten 48% des PKW + LUV-Marktes aus, aber nur 39% des PKW-Marktes. Allerdings stieg der PKW-Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 11%. Unter den lokalen Hersteller lag die DFM-Gruppe (1,57 Mio.) vor der SAIC-Gruppe (1,53 Mio. Einheiten) und FAW (1,23 Mio.).

SUV wachsen kontinuierlich und machen momentan 22% des PKW+LUV-Marktes bzw. 26% des PKW-Marktes aus.

Nach Modellen betrachtet blieb der WulingHongguang Klein-MPV führend (-15,7% auf 313.000 Einheiten), vor der VW Lavida-Limousine (-12,1% auf 183.000 Einheiten), dem Great Wall H6 SUV (+ 20,2% auf 172.000 Einheiten), der neuen Baojun 730-Limousine der GM-Gruppe (158.000 Einheiten), der ein dramatischer Durchbruch gelungen ist, der VW Santana-Limousine (-5,8% auf 153.000 Einheiten), dem VW Jetta (-1,7 % auf 150.000 Einheiten), der Nissan Sylphy-Limousine (-1,7% auf 143.000 Einheiten), dem Hyundai Elantra (+ 4,7% auf 141.000 Einheiten) und der Toyota Corolla-Limousine (+ 57,7% auf 138.000 Einheiten).

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Produktion der 10 globalen Gruppen im ersten Halbjahr 2015,

 

Die Analyse der globalen Produktion (PKW+LUV) der 10 führenden Automobilgruppen im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum 1. HJ 2014 zeigt eine Stärkung der VW-Gruppe, die sich von den beiden Konkurrenten Toyota und GM entfernt. An 4. Stelle kommt die Renault-Nissan-Gruppe, vor Hyundai-Kia, die im ersten Halbjahr von Rekordwachstum profitieren konnte. Die sechstplatzierte Ford-Gruppe weitet den Abstand zu FCA (die den größten Rückgang verzeichnete), Honda (Verluste), PSA (Zuwachs im 1. HJ) und Suzuki (stabil) aus.

Marktveränderungen haben die Produktionsvolumen der verschiedenen Gruppen stark beeinflusst. Der Anstieg der europäischen, amerikanischen und koreanischen Märkte hat zu einer Expansion bei Hyundai-Kia (+7,4%) und im geringeren Maß bei Renault-Nissan (+2,1%) geführt. PSA (+4,9%) profitierte hauptsächlich vom Anstieg des europäischen Marktes, wo die Gruppe eine der Hauptakteure ist. Der Rückgang bei FCA (-7%) basiert vor allem auf dem Rückgang der Märkte in Brasilien und Argentinien. Die Abnahme bei Honda (-3,1%) und Toyota (-4,9%) ist überwiegend dem Rückgang des japanischen Marktes zuzuschreiben. Die geringen Veränderungen bei den Gruppen Ford (0,1%), VW (-0,2%) sowie GM (-1,3%) sind hauptsächlich auf die Verlangsamung des chinesischen Marktes zurückzuführen, wo diese drei Hersteller gut etabliert sind. Die Verschlechterung des russischen Marktes hat alle Gruppen negativ beeinflusst. Die Einführung von neuen Modellen wirkte sich bei Hyundai-Kia, PSA und Renault-Nissan positiv aus.


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Analyse der chinesischen Produktion (PKW+LUV) in den ersten 6 Monaten 2015,

 

Im ersten Halbjahr 2015 nahm die chinesische Produktion (PKW+LUV) um 2,6% auf 12,1 Mio. Einheiten zu (im Vorjahr 11,8 Mio. Einheiten). Damit zeigt sich eine Verlangsamung des Wachstums in China (+17,7% 2012, +7,3% 2013, +5,4% 2014 und weniger als 3% 2015). Die PKW-Produktion stieg um 6,4% auf 10,3 Mio. Einheiten, während die der LUV um 14,9% auf 1,8 Mio. Einheiten fiel. Die Veränderung der chinesischen Produktion folgt dem veränderten chinesischen Markt, dessen Wachstum sich ebenfalls seit 2012 verlangsamt.

Die VW-Gruppe blieb an der Produktionsspitze (+ 2,7% auf 1,86 Mio. Einheiten), gefolgt von GM (+ 5% auf 1,84 Mio. Einheiten), Hyundai-Kia (-3,1% auf 0,83 Mio. Einheiten), Changan (+ 8% auf 0,66 Mio. Einheiten), Toyota (+ 5,4% auf 0,46 Mio. Einheiten), Renault-Nissan (-4,9% auf 0,45 Mio. Einheiten), Ford (+ 11,6% auf 0,44 Mio. Einheiten) und Honda (-3% auf 0,42 Mio. Einheiten). Unabhängige chinesische Hersteller zusammen machten 47,5% der Produktion von PKW und LUV aus, aber nur 32,5% der PKW-Produktion. Allerdings stieg der PKW-Anteil im Vergleich zum Vorjahr etwas an.
Bei den Joint Ventures blieb die SAIC-Gruppe an der Spitze (1,65 Mio. Einheiten), vor DFM (1,55 Mio.) und FAW (1.3 Mio.).

SUV wachsen kontinuierlich und machen momentan 12% der PKW und UV-Produktion bzw. 14% der PKW-Produktion aus.

Nach Modellen betrachtet blieb der Wuling Hongguang Klein-MPV führend (-18% auf 324.000 Einheiten), vor der VW Lavida-Limousine (-2% auf 199.000 Einheiten), der VW Jetta-Limousine (+18% auf 176.000 Einheiten), dem Baojun 730, die neue Limousine von der GM-Gruppe (175.000 Einheiten), der ein dramatischer Durchbruch gelungen ist, dem SUV Great Wall H6 (+23% auf 174.000 Einheiten), der VW Santana-Limousine (-2% auf 162.000 Einheiten), der Hyundai Elantra-Limousine (+ 10% auf 148.000 Einheiten), der VW Sagitar-Limousine (-2% auf 147.000 Einheiten) und der Nissan Sylphy-Limousine (-2% auf 146.000 Einheiten).

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Welche globale Konzeptmöglichkeiten hat die Marke DS?,

 

Die Absatzzahlen der Marke DS (PSA-Gruppe) sind 2014 weiter gesunken (109.000 verkaufte Einheiten weltweit, -6%), nachdem sie 2013 bereits zurückgegangen waren (116.000 weltweit gegenüber 117.000 2012). Im ersten Halbjahr 2015 erreichten die Verkäufe 55.000 Einheiten, was auf ein Absatzvolumen von 106.000 Einheiten für das Gesamtjahr 2015 schließen lässt.

In den ersten Jahren nach ihrer Einführung erfuhr die französische Premiummarke Entwicklungs- bzw. Expansionsprobleme (zu besserem Verständnis: Inovev zählt die Modelle Citroen DS3, DS4 und DS5 seit 2010 zu der DS-Marke).

Die weltweiten Verkäufe von DS im Jahr 2014 waren folgendermaßen aufgeteilt: 84.000 Einheiten in Europa (77%), 23.000 in China (21%) und 2.000 in anderen Regionen (2%). Im ersten Halbjahr 2015 war die Aufteilung Europa 73%, China 25%.

In der Analyse nach Modellen stellt der DS3 49% der globalen Verkäufe dar, der DS4 18%, der DS5 30% und der DS6 lediglich 3%. In der ersten Hälfte des Jahres 2015 veränderten sich diese Anteile wie folgt: DS3 48%, DS4 17%, DS5 16% und DS6 19% ... dank China. Der DS6 wird ausschließlich in China vermarktet, wo er einigermaßen erfolgreich ist (er ist außerdem das einzige SUV der Marke). Die globalen Absatzvolumen der DS-Marke sind allerdings denen von Jaguar (75.000 Einheiten) und Lancia (75.000 Einheiten) näher, als denen von BMW (1,8 Mio. Einheiten), Audi (1,7 Mio. Einheiten) oder Mercedes (1,5 Mio. Einheiten).

Welche globale Konzeptmöglichkeiten hat die Marke DS?
1. Erneuerung der aktuellen Modellpalette. Die drei Modelle, die momentan in Europa vermarktet werden, wurden 2009 (DS3), 2010 (DS4) bzw. 2011 (DS5) eingeführt, so dass sie spätestens 2015, 2016 bzw. 2017 ersetzt werden sollten. Da der DS4 und der DS5 gerade einem Facelift unterzogen worden sind, werden sie vorerst nicht abgelöst werden. Der DS3 wird bis Ende 2016 ersetzt werden müssen.
2. Harmonisierung der Palette. China vermarktet bereits eine DS5-Limousine, die sich von dem europäischen DS5-Modell unterscheidet, sowie ein SUV DS6. Diese Modelle sollten in Europa vermarktet und durch weitere Modelle (insb. SUV) ergänzt werden. Der Produktplan von DS sieht allerdings vor 2016 nichts und bis 2018 nur sehr wenige Modelle vor.
3. Es hat zwar bei Audi 30 Jahre gedauert, bis die Marke als bekannte Premiummarke etabliert war, für DS werden die kommenden paar Jahre jedoch sehr schwierig sein, da die Marke mit ihren bestehenden Modellen auskommen muss. Der DS3 wird nicht in der Lage sein, die Marke im Alleingang zu stützen, es sei denn DS folgt einer komplett neuen Strategie, wie die von Mini, und baut eine völlig neue Reihe auf, die auf dem DS3 basiert; eine solche Strategie birgt allerdings hohe Risiken.
4. Andere Märkte ins Visier nehmen. Auch wenn der US-Markt als Ziel hypothetisch ist, sind andere Märkte für eine Premiummarke von potentiellem Interesse. Auf dem chinesischen Markt ist in den kommenden Jahren kein zweistelliges Wachstum vorprogrammiert und auf dem europäischen Markt dauert es sehr lange, bis eine neue Marke sich durchsetzen kann.

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