VW-Gruppe kauft Anteile an Navistar,
 
Die Volkswagen-Gruppe, die 2016 der größte Hersteller von LV weltweit geworden ist, will auch bei der Produktion von NFZ führend werden, vor den Gruppen Daimler und Volvo Trucks, die aktuell die ersten beiden Plätze belegen. Diese Strategie führte dazu, dass Volkswagen 2008 das schwedische Unternehmen Scania (69% des Kapitals) und 2011 das deutsche Unternehmen MAN übernommen hat (56% des Kapitals). Scania und MAN gehören zu den sieben führenden europäischen NFZ-Herstellern, zusammen mit Mercedes, Volvo Trucks, Renault Trucks, DAF und Iveco.

2016 belegt Scania 16% des europäischen Marktes für schwere NFZ, MAN 14%. Die VW-Gruppe, zu der sie nun gehören, belegt 30% des europäischen schweren NFZ-Marktes, im Vergleich zu 25% für die Volvo Trucks-Gruppe und 20% für die Daimler-Gruppe. Um Global Player zu sein, wie es Daimler und Volvo Trucks sind, muss die VW-Gruppe mindestens in den USA vertreten sein, das 250.000 Fahrzeuge im Jahr ausmacht (gegenüber 290.000 Einheiten in Europa).

Deswegen hat VW auch 16,6% des Kapitals der Navistar-Gruppe gekauft; diese verkauft NFZ der Marke International (15% des US-Marktes). Der Hersteller gehört zu den führenden sieben US NFZ-Herstellern, auch dabei sind Freightliner (Daimler), Kenworth (Paccar), Peterbilt (Paccar), Mack (Volvo Trucks), Volvo Trucks und Western Star (Daimler).

16-26-8   

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Die VW-Gruppe plant die Einführung von 17 PHEV-Modellen bis 2025,

 

Zusätzlich zum Ziel, ab 2025 1 Million Elektrofahrzeuge (BEV) im Jahr zu verkaufen, erwartet die VW-Gruppe dann auch den Absatz von jährlich zwischen 1 Mio. und 2 Mio. aufladbaren Hybridfahrzeugen (PHEV).

Mit einem Dutzend BEV-Modelle, die zwischen 2017 und 2025 auf der neuen MEB-Plattform auf den Markt kommen sowie den 17 PHEV-Modellen, die die Volkswagen-Gruppe im gleichen Zeitraum einführen will, sind es ca. 30 Elektromodelle, die der Hersteller dann anbieten will.

BEV werden dann fast 10% des Gesamtabsatzes ausmachen, PHEV zwischen 10% und 20%. Benziner und Dieselmodelle ohne Elektroanteil stellen also weiterhin zwischen 70% und 80% des Gesamtabsatzes dar.

Ein solcher Anteil mag hoch erscheinen angesichts des gesetzlichen Vorhabens in Deutschland, Neufahrzeuge mit Benzin- bzw. Dieselmotor bis 2030 zu verbieten.

Volkswagen hält die hohen Preise für Elektrofahrzeuge sowie deren niedrige Eigenständigkeit für die zwei Hauptgründe, die ihre großflächige Verbreitung verhindern. Ein größeres Angebot wird aber dazu führen, dass ihr Verkaufspreis sinkt und auch ihre Eigenständigkeit wird sich aufgrund zu erwartender Fortschritte im Batteriebereich steigen.

16-26-5   

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PSA verlagert den Peugeot 2008-Nachfolger von Mulhouse nach Zaragoza,

 

Die Vermarktung der neuen Generation des Peugeot 2008 (Klein-SUV) dürfte 2019 starten, da die aktuelle Generation aus dem Jahr 2013 stammt und 2016 überarbeitet wurde.

GM und PSA haben vereinbart, dass das zukünftige Modell nicht mehr in Frankreich (bei PSA in Mulhouse) sondern in Spanien (bei GM in Zaragoza) hergestellt wird. Die französische Automobilindustrie verliert damit ein Volumen von knapp 200.000 PKW im Jahr, zusätzlich zu dem Volumen von fast 150.000 im Jahr, das sie nach 2017 verlieren wird, wenn der Citroën C3 in die Slowakei ausgelagert wird (zu PSA in Trnava). Hinzu kommen fast 100.000 Einheiten im Jahr aufgrund der Verlagerung in die Slowakei des letzten Peugeot 208, der noch in Frankreich hergestellt wird.

Die PSA-Gruppe setzt damit die Verlagerung eines Teils ihrer Produktion von Frankreich in andere europäischen Länder mit niedrigeren Lohnkosten fort.
Wie kann PSA vorgehen, wenn ein Volumen von 1 Mio. Fahrzeugen aus französischer Produktion zwischen 2017 und 2020 beibehalten werden soll?
Inovev sieht hier zwei Möglichkeiten:
1 / eine Erhöhung der SUV-Produktion in Frankreich (3008, 5008, C4 Aircross, Opel SUV) = 100.000 Einheiten.
2 / Die Ankunft zukünftiger DS-Modelle, die alle in Frankreich hergestellt werden könnten = 150.000 Einheiten.

Es würde sich also folgende Bilanz ergeben: ein Verlust von 450.000 Fahrzeugen in Frankreich und ein Gewinn von 250.000,
womit das PSA-Ziel für die Produktion von 1 Mio. Fahrzeugen in Frankreich nicht erreicht werden würde.

Zu beachten ist, dass die Ankunft des Peugeot 2008 in Zaragoza die Verlagerung eines Teils der Opel Corsa-Produktion nach Eisenach erforderlich machen wird.

16-26-4   

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Der Hyundai Solaris und der Kia Rio sind die meistverkauften PKW in Russland,

 

Der Hyundai Solaris und der Kia Rio, die in St. Petersburg in Russland hergestellt werden, wurden 2016 die meistverkauften PKW am russischen Markt. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden 66.602 Einheiten des Hyundai Solaris und 62.278 Kia Rio verkauft, vor dem Lada Granta, dem Lada Vesta, dem VW Polo und dem Renault Duster.

Der Solaris und der Rio teilen Plattform, Motoren und Karosserie.  Der Solaris ist ein leicht modifizierter 2010er Hyundai Accent, während der Rio der gleiche PKW ist, nur als die Marke Kia, also ganz anders als die Rio-Modelle, die in Europa und Korea vermarktet werden.

Das Werk in Sankt Petersburg, wo sie seit 2011 hergestellt werden, erreichte 2014 einen Spitzenwert von 237.000 Fahrzeugen (126.000 Solaris und 111.000 Rio), danach fiel das Produktionsvolumen auf 163.000 Einheiten 2016 aufgrund des Rückgangs des russischen Marktes in den Jahren 2014, 2015 und 2016.

Trotz dieser Verringerung machen Solaris und Rio 2016 zusammen 16% des russischen Marktes aus, verglichen mit 17% 2014 und 18% 2015. Es ist hauptsächlich diesen beiden Modellen zu verdanken, dass Hyundai und Kia den zweiten bzw. dritten Platz am russischen Markt einnehmen konnten, hinter Lada (Autovaz) aber vor Renault, Nissan und Toyota, mit einem Marktanteil von 10% bzw. 10,5%.

Die Hyundai-Kia-Gruppe beherrscht also 20,5% des russischen Marktes 2016.

16-26-6   

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VW präsentiert ein Midsize-SUV für den US-Markt: Atlas,

 

Volkswagen hat den Atlas präsentiert, eine Serienversion abgeleitet von dem CrossBlue-Konzept, das 2013 in Detroit vorgestellt wurde. Es handelt sich um ein Siebensitzer-Midsize-SUV auf der MQB-Plattform, das in Chattanooga, Tenn., USA, hergestellt werden wird, ausschließlich für den Verkauf in Nordamerika. Das Modell ist größer als der Touareg (5,03m lang gegenüber 4,80m, 1,97m breit gegenüber 1,89m, 1,76m hoch gegenüber 1,71m). Vermarktet wird es ab Frühjahr 2017 als Ersatz für den Phaeton am oberen Ende der Volkswagen-Palette.

Das neue Modell wird mit vergleichbaren SUV, die bereits in Nordamerika angeboten werden, konkurrieren müssen, z.B. Ford Explorer, Jeep Grand Cherokee, Toyota Highlander, GMC Acadia und Chevrolet Traverse, die 2016 einen Markt von knapp 1,8 Mio. Einheiten ausmachen.

Der neue Volkswagen Atlas hat zwei Benzinmotoren: 4-Zylinder 2,0 TSI mit 238 PS und 6-Zylinder 3,6 mit 280 PS. Angesichts des Diesel-Manipulationsskandals hat Volkswagen sich gegen einen Dieselmotor bzw. einen Hybridmotor für dieses Modell entschieden.

Es ist zwar schwierig, das Absatzvolumen für ein Modell in einem für den Hersteller komplett neuen Segment zu prognostizieren, aber Inovev hält 50.000 Einheiten des Atlas im Jahr für ein gutes Ergebnis.

16-26-3   

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