Der Dodge Dart wird ohne Nachfolger gestrichen,

 

Nachdem bereits angekündigt wurde, dass der Chrysler 200 (Mittelklasselimousine) im Dezember 2016 ohne Nachfolger auslaufen wird – und somit die Zukunft der Marke Chrysler in Frage gestellt wurde – hat die FCA-Gruppe das Auslaufen des Dodge Dart (Kompaktlimousine) für September 2016 mitgeteilt.

Obwohl sie sich in unterschiedlichen Segmenten befanden, basierten der Chrysler 200 und der Dodge Dart auf der gleichen Plattform, nämlich die des Alfa-Romeo Giulietta. Es scheint, dass diese Plattform  nach und nach aus US-Modellen verschwinden wird, so dass die FCA-Gruppe in der Kompakt- bzw. Mittelklasse nicht vertreten sein wird.

Der Dodge Dart wurde 2012 als Ersatz für den Caliber in den USA eingeführt und musste mit dem Chevrolet Cruze, dem Ford Focus, dem Toyota Corolla und dem Honda Civic konkurrieren. Obwohl der Absatz des Dart 2015 100.000 Einheiten betrug (ein Spitzenwert), hat sich die FCA-Gruppe entschlossen, das Modell zwei Jahre früher als geplant aus dem Programm zu nehmen. Der Produktplan 2016-2020 sieht keine neue Limousine in der Kompakt- bzw. Mittelklasse vor, weder bei Dodge noch bei Chrysler.

Das Modellangebot besteht daher nun aus dem Dodge Charger und dem Challenger (obere Mittelklasse) sowie dem SUV Journey (Mittelklasse) und dem Durango (obere Mittelklasse). Die Zukunft des Minivan Caravan bleibt ungewiss. Die Pickups und Vans, die früher unter der Marke Dodge angeboten wurden, bilden jetzt Teil der Marke Ram.

16-20-4   

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Skoda ergänzt seine Palette durch ein SUV oberhalb des Yeti: der Kodiaq,

 

Nachdem Seat im ersten Halbjahr 2016 das SUV Ateca auf den Markt gebracht hat, hat nun auch der tschechische Autohersteller Skoda, der ebenfalls zur Volkswagen-Gruppe gehört, einen SUV-Ableger des VW Tiguan, den Kodiaq, eingeführt. Während der Seat Ateca 13cm kürzer ist als der Tiguan, ist der Kodiaq 20 cm länger als dieser. Anders als bei den anderen beiden Modellen bietet der Kodiaq Platz für bis zu sieben Personen. Alle drei Modelle teilen sich die gleiche MQB-B-Plattform. Demnächst wird auch Volkswagen eine längere Version des Tiguan als 7-Sitzer anbieten.

Anhand der Größe als Segmentierungskriterium positioniert Inovev den Tiguan sowie den Ateca in der Kompaktklasse und den verlängerten Tiguan und den Kodiaq in der Mittelklasse. Der VW Touareg (10cm länger als der Kodiaq) befindet sich in der oberen Mittelklasse.

Innerhalb der Skoda-Palette liegt der Kodiaq oberhalb des Yeti, der 2017 durch ein Kompakt-SUV - ebenfalls mit MQB-B-Plattform- ersetzt wird.

Der Kodiaq wird mit drei Benzinmotoren (1,4 TSI 125 PS und 150 PS, 2,0 TSI 180 PS) sowie zwei Dieselmotoren (2,0 TDI 150 PS und 190 PS) angeboten . Hergestellt wird das SUV in Kvasiny (Tschechische Republik) neben dem Seat Ateca, Skoda Superb und Skoda Yeti.

Inovev prognostiziert ein jährliches Produktionsvolumen in Europa von 50.000 Kodiaq.
 

16-20-2   

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Aufteilung der PKW-Produktion nach US-Bundesstaaten,

 

Von den 12 Mio. Fahrzeugen (PKW + LUV), die 2015 in den USA produziert wurden, waren knapp 8 Mio. LUV (US-Segmentierung: SUV, Minivan, Pickup, Van) und etwas mehr als 4 Mio. PKW (US-Segmentierung: Limousinen, Kombi, Coupé, Cabriolet). Bereits Anfang der 2000er Jahre übertraf die LUV-Produktion die der PKW und der Abstand zwischen den beiden Volumen ist seitdem stetig gewachsen.

Die Produktion von GM, Ford und Chrysler machte 2015 nur 52,5% der US-Produktion aus, im Vergleich zu beinahe 100% in den Achtzigern.

Während sich die US-Produktion früher in Michigan (um Detroit) konzentriert war, hat sie sich nach und nach auf ein Dutzend weitere Staaten ausgeweitet, insbesondere seit der Ankunft der japanischen und deutschen Hersteller in den 80ern bzw. 90ern. Im Zuge dieser Veränderungen war eine Welle von Werksschließungen bei GM, Ford und Chrysler in Michigan zu beobachten.

Das Ergebnis: Michigan macht aktuell ein Viertel der US-Produktion aus (2,9 Mio. Einheiten) verglichen mit fast 100% bis in die 80er hinein. Gegenüber 1970 sind fast zwei Drittel des Produktionsvolumens verloren gegangen.

Ohio hat sich an zweiter Stelle platziert und produziert jetzt dank Honda und Nissan fast so viele Fahrzeuge wie Michigan (2,7 Mio. Einheiten). Zusammen stellen Michigan und Ohio 45,5% der US-Produktion dar.

16-20-1   

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Mercedes baut ein zweites Werk in den USA,

 

Seit 1997 betreibt Mercedes ein Montagewerk in Nordamerika. Dieses Werk in Tuscalooosa (Alabama) hat eine Kapazität von 300.000 Fahrzeugen im Jahr und stellt:
§für den weltweiten Verkauf die SUV GLE (ex-ML) und GLS (ex GL) sowie.
§für die nordamerikanischen Märkte seit 2014 die C-Klasse, den Sprinter und den Vito (in den USA Metris genannt) her.

Aufgrund der Sättigung des Tuscaloosa-Werks (Inovev schätzt die Leistung des Werkes 2016 auf 350.000 Fahrzeuge), hat Mercedes beschlossen, die jährlich 40.000 Einheiten des Sprinter und des Vito zum neuen Werk, das zur Zeit in Charleston (South Carolina) gebaut wird, umzusiedeln. Das neue Werk wird jährlich bis zu 40.000 Trucks herstellen, die Kapazität ließe sich aber verdoppeln, sollte dies die Nachfrage rechtfertigen oder falls der Hersteller sich entscheiden sollte, einen mittleren Pickup zu ergänzen.

In der Tat expandieren die Pickup- und Van-Märkte in Nordamerika. Bei den Trucks besteht das Angebot in Nordamerika zunehmend aus europäischen Modellen. Nissan produziert seit 2011 den NV200 in den USA, Ford seit 2014 den Transit, FCA seit 2014 den Fiat Ducato,  Mercedes seit 2010 den Sprinter und seit 2016 den Vito.

16-19-10   

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Könnte FCA in Zukunft die Chrysler-Marke aufgeben?,

 

Die Marke Chrysler sieht sich seit einigen Jahren ernsthaften Schwierigkeiten am US-Markt ausgesetzt. In anderen Regionen ist die Marke sogar zugunsten Lancia, die ebenfalls bedroht ist, verschwunden. Der globale Absatz ging von 800.000 Einheiten 2005 auf 400.000 2014 und 300.000 2016 zurück.

Inovev sieht für 2017 keine Verbesserung voraus. Im letzten März lief die Produktion des MPV Town & Country aus. Dann teilte FCA mit, im Dezember die Produktion der 200er Limousine zu beenden (100.000 Einheiten wurden 2016 verkauft), ohne dass ein Nachfolger geplant ist. Lediglich zwei Modelle der Chrysler-Palette bleiben 2017 übrig: die 300 Limousine aus dem Jahr 2011, deren Zukunft ungewiss ist, und der Minivan Pacifica, der im März eingeführt wurde. Der Pacifica könnte allerdings auch unter der Marke Dodge erscheinen, was die Entwicklung von Chrysler wesentlich behindern würde.

FCA hat die Marke Jeep entwickelt und profitiert damit vom allgemeinen Wachstum des SUV-Marktes. Jedoch wurde versäumt, die Marke von anderen Marken der Chrysler-Gruppe abzugrenzen. Auch andere Marken der Gruppe, z.B. Lancia, sahen sich mit solchen Positionierungsproblemen konfrontiert.

Anders als GM hat FCA nicht vom Wachstum des chinesischen Marktes profitieren können.

Ziel von FCA ist es jetzt, den Absatz von Dodge und Ram (ehemaliger Pickup-Zweig von Dodge) auszuweiten, ohne neue Werke zu bauen, was die Existenz der Chrysler-Marke direkt bedrohen würde.

Alfa-Romeo scheint am besten innerhalb der FCA-Gruppe positioniert zu sein, um Chrysler am Markt zu ersetzen.

16-19-8   

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